Donnerstag, März 05, 2009

Defekter Höhenmesser - Türkische Piloten reagierten zu spät

Beim Unglück von Flug TK-1951 habe ein defekter Höhenmesser mit eine Rolle gespielt. Zu diesem vorläufigen Ergebnis kommt die Niederländische Flugsicherungsbehörde. Die Boing sei mit Autopilot in einer Höhe von 2.000 Fuss geflogen, als der linke Höhenmesser -8 Fuss anzeigte. Die Piloten nahmen die Anzeige zur Kenntnis, reagierten aber nicht. Der Höhenmesser übermittelte den falschen Wert an das Landesystem, welches daraufhin den Schub drosselte. Erst als ein Warnsignal im Cockpit die Piloten auf die zu geringe Geschwindigkeit aufmerksam machte, versuchten sie das Flugzeug wieder zu beschleunigen, zu spät.

Jetzt schielen alle zu Boing. Aus Seattle kommt auch prompt der lakonische Hinweis, dass der Flugzeugbauer:
"issuing a reminder to all 737 operators to carefully monitor primary flight instruments during critical phases of flight."
(alle Boeing-737-Betreiber daran erinnert, während kritischer Flugphasen die Hauptfluginstrumente sorgfältig zu beobachten.)

Der Höhenmesser ist eines davon.

Mittwoch, März 04, 2009

Bild setzt Azubi ins Cockpit der Unglücks-Boeing

Deutschlands Quoten-Blatt "Bild" strickt sich seine eigene Story über den verpatzten Landeanflug der Boeing 737-800 TC-JGE von Turkish Airlines vom 25. Februar 2009 auf Amsterdam und spekuliert über Flugschüler im Cockpit. Was Bild verschweigt: Einen Flugschüler von der Schule zu holen, ihm eine Uniform der Airline zu verpassen, die Luftaufsicht zu umgehen und dem Flugschüler das Steuer zu überlassen, ohne dass der "vielleicht lebensmüde"? Kapitän ein Auge drauf hat, würde eine Menge krimineller Energie seitens der Fluggesellschaft erfordern. Die werden doch wohl in Krisenzeiten nicht etwa billige Student Pilots im 1. Lehrjahr anheuern, um Kosten zu senken? Unwahrscheinlich!

Dieses Amateur-Video zeigt Innen- und Aussenaufnahmen von Flug TK-1951 nach dem missglückten Anflug:



Möglicherweise war es ein Check-Flug, daher wohl der englische Bregriff "trainee pilot" in den Medien. Das ist üblich und besagt gar nichts. Vielleicht war es ein Trainingsflug für einen neuen First Officer (F/O), was ebenfalls üblich ist und nichts besagt.

Freitag, Februar 27, 2009

So sparen Sie sich Ryanairs Toilettengebühr

Ryanairs Toilettengeld in Höhe von 1,12 Euro pro Besuch! könnte einen Massenrun auf Piloten-Shops auslösen. Für kostenbewusste Ryanair-Passagiere wäre da "Uriwell" interessant.

Vielleicht sollte man auch einfach nur die Airline wechseln.

Freitag, November 14, 2008

Air Berlin storniert alle dba-Flugaufträge

Air Berlin, you made my day!

Air Berlin ($) hat als Reaktion auf Warnstreiks der Konzerntochter dba alle deren Flugaufträge mit Wirkung zum 15. November 2008 storniert, wie die Airline mitteilt. Nachdem das Aus der dba zum 30. November beschlossen war, versuchte die Gewerkschaft Ver.di mit Streiks bessere Konditionen für Aufhebungsverträge des Kabinenpersonals durchsetzen, wodurch mehrere Flüge ausfielen bzw. sich verspäteten. Um weitere Unannehmlichkeiten von den Fluggästen abzuwenden, war Air Berlin kurzer Hand zur vorzeitigen Schliessung der dba gezwungen und übernimmt die Flüge nun selbst.

Das hätte Ver.di sich an fünf Fingern abzählen können. Wenn die Schliessung einer Konzerntochter schon abgemacht ist, dann wird sich CEO Joachim Hunold auf keinen Kuhhandel mehr einlassen, schon gar nicht mit Gewerkschaften.

Sonntag, Oktober 26, 2008

US-Luftangriffe auf Syrien - Zivilisten und Kinder getötet

US-Kampfhubschrauber sind heute gegen 16.45 Uhr Ortszeit aus dem Irak kommend rund acht Kilometer in den syrische Luftraum eingedrungen und haben zivile Bodenziele angegriffen, wie Welt Online meldet. Durch den Beschuss des syrischen Dorfes El Sukkarija (Region El Bukamal) mit Bordwaffen seien mindestens neun Menschen - darunter vier Kinder - umgekommen und viele verletzt worden.

Die aktuelle US-Regierung unter Präsident Bush wirft Syrien vor, ausländische Terroristen zu beherbergen.

Mittwoch, Oktober 08, 2008

Video: Landung am Tenzing Hillary Airport - Lukla - Everest-Region

Der Tenzing Hillary Airport, Lukla (ICAO-Code: VNLK) in der Mount-Everest-Region von Nepal gilt als einer der gefährlichsten Flughäfen der Welt. Seine 500 Meter lange Start- und Landebahn besitzt 12 Grad Neigung und ist nur aus einer Richtung anzufliegen. Atemberaubende Starts und Landungen auf dem Plateau in 2.650 Metern Höhe erfolgen nach Sichtflugregeln. Der Flugbetrieb hängt vom Wetter ab. Flugunfälle kommen vor, sind aber selten. Für die Landung bergauf hat der Pilot nur einen Versuch:

Montag, Oktober 06, 2008

Höhenmessereinstellung und Abkürzungen für Entscheidungshöhen - DA - DH - MDA - MDH

Präzisionsanflüge
DA = decision altitude = Entscheidungshöhe auf Basis des barometrischen Höhenmessers (ILS CAT I)
DH = decision height = Entscheidungshöhe auf Basis des Radarhöhenmessers (ILS CAT II und III)

Nicht-Präzisionsanflüge
MDA = minimum descent altitude = Mindestsinkflughöhe auf Basis des barometrischen Höhenmessers
MDH = minimum descent height = Mindestsinkflughöhe auf Basis des Radarhöhenmessers

Airbus hat die Nutzung seiner Höhenmesser sehr schön in den Flight Operations Briefing Notes (Altimeter Setting - Use Of Radio Altimeter) erklärt. Einfach bei SmartCockpit nach "altimeter setting" suchen und pdf-Datei "Altimeter Setting - Use of Radio Altimeter" downloaden.

Nachfrage nach grossen VIP-Jets steigt

Wie Lufthansa Technik mitteilt, wird die Anbieterin von individuellen Ausstattungen für grosse und grösste VIP-Kabinen ihre Kapazitäten deutlich erweitern. Grund ist die stark zunehmende Nachfrage. Ab dem Jahre 2010 sollen demnach bei Lufthansa-Technik in Hamburg dann drei Wide-Body-Flugzeuge gleichzeitig mit VIP-Kabinen ausgerüstet werden. Die Spezialisten haben derweil Verträge und Vorverträge für jeweils drei Boeing 747-8 und Boeing 787 unterzeichnet. Hinzu kommen Verträge für je zwei Airbus A330 und A340. Zusätzlich ist die Lufthansa-Tochter mit weiteren sechs Boeing-787-Kunden im Gespräch. Fünf weitere Anfragen liegen für 747-8-Ausstattungen vor.

Zu den Aufgaben im Zeitraum 2009 bis 2011 gehören auch Aufträge für zwei Airbus A319 und die beiden Airbus A340 der Luftwaffe.

(ots)

Dienstag, September 30, 2008

SpaceX-Video: Falcon-1 - Erste private Rakete im Orbit


Am 28. September 2008, 23.15 Uhr (UTC) startete Space Exploration Technologies (SpaceX) eine Trägerrakete Falcon 1 (Video) erfolgreich vom Reagan Testgelände auf der Omelek Insel im U.S. Army Kwajalein-Atoll, Zentralpazifik, rund 4.600 Kilometer südwestlich von Hawaii. An Bord eine Nutzlast mit einem Gewicht von 165 Kilogramm. Die Kapsel umrundete die Erde auf einer Elipse in 500 bis 700 Kilometer Höhe mit 9,2 Grad Neigung.

"Das ist eine grosser Tag für SpaceX und der Höhepunkt enormer Anstrengungen eines grossen Teams.", sagte SpaceX-Chef Elon Musk. "Die Daten zeigen, wir erreichten eine tolle Genauigkeit beim Eintritt in den Orbit - mitten ins Schwarze - und dann begannen wir zu gleiten und die zweite Stufe zu zünden, das war das Sahnehäubchen."

Es war der vierte Startversuch einer Falcon 1 und der zweite Flug mit dem durch SpaceX neuentwickelten Merlin-1C-Triebwerk. Die zweite Stufe der Rakete ist mit einem Single-Kestrel-Triebwerk ausgerüstet - ebenfalls eine Eigenentwicklung.

Die Firma SpaceX mit Sitz in Hawthorne, Kalifornien wurde im Jahre 2002 gegründet und beschäftigt derzeit 550 Mitarbeiter. Als Gewinnerin des NASA Commercial Orbital Transportation Services-Wettbewerbs (COTS) könnte sie helfen, ab dem Jahre 2010 die NASA-Shuttles zu ersetzen und die Verbindung zu Internationalen Raumstation (ISS) zu ermöglichen. Das Unternehmen entwickelt eine Familie von zuverlässigen Trägerraketen für Transport von leichten, mittleren und schweren, bemannten und unbemannten Raumfahrzeugen in jede beliebige Höhe und konnte die Kosten um den Faktor Zehn senken.

Foto: © SpaceX

Dienstag, September 16, 2008

Aufregung um Air Berlin Flug AB 3538

Eine Meuterei gab es nicht und zwei Startabbrüche ebenfalls nicht, wie Air-Berlin-Sprecherin Alexandra Müller mir in einem heutigen Telefonat versicherte. Als Air Berlin ($) Flug AB 3538 nach Portugal am Sonntagmorgen gegen 04.50 Uhr mit 172 Fluggästen an Bord den Finger des Flughafens Nürnberg verliess, bemerkte der Kapitän eine fehlerhafte Anzeige des Landeklappensystems. Darauf rollte die nagelneue Boeing 737-800 zum Gate zurück. Die Passagiere verliessen das Flugzeug. Nach Reparatur und System-Check schien der Fehler behoben, wiederholte sich jedoch nach erneutem Verlassen des Gates, worauf die Fluggesellschaft, deren Flotte mit einem Alter durchschnittlich 5,2 Jahren zu den jüngsten Europas zählt, ein Ersatzflugzeug aus der Türkei einflog. Dass sich die Passagiere entschieden, Unterschriften gegen einen Flug mit dem beanstandeten Flugzeug zu sammeln, mag am "psychologischen Moment" des jüngsten Spanair-Unglücks in Kombination mit einer Überschneidung der Ereignisse um Flug AB 3538 liegen und ist verständlich. Eine Gefährdung der Insassen gab es zu keinem Zeitpunkt. Wie die Airline weiter mitteilt, würde keines ihrer Flugzeuge mit einer defekten Cockpit-Anzeige abheben.

In meinen Augen hat die Fluggesellschaft hier vorbildlich und durch Übernahme zusätzlicher Kosten kundenorientiert gehandelt.

Mittwoch, August 27, 2008

13 Luftwaffenstützpunkte verschwunden

13 italienische Luftwaffenstützpunkte sind von "Windows Live Search Maps" verschwunden. Während die niedrige Auflösung noch Konturen der Air Bases erahnen lässt, werden dem Betrachter bei höheren Auflösungen statt dessen plötzlich Wälder und Felder vorgegaukelt. Der Vergleich mit Google Maps beweist: Die Luftbilder der 13 Fliegerhorste Italiens wurden manipuliert.

via cryptome.org

Dienstag, Juli 29, 2008

Video: Emirates Airbus A380

Gegen 9.00 Uhr hob heute in Hamburg-Finkenwerder der erste Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates ab. Er wird künftig zwischen Dubai und New York im Linienverkehr fliegen. Emirates setzt bei der Ausstattung - ähnlich wie Singapore Airlines - auf Komfort und Luxus. So wird diese Variante des "Königs der Lüfte" lediglich 489 Passagiere transportieren, bietet dabei jedoch VIP-Suites, Duschen, Whirlpool und Bars:

Dienstag, Mai 27, 2008

ILA 2008 eröffnet

Ab heute präsentieren bis zum 01. Juni 2008 auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin 1.127 Aussteller aus 37 Ländern über 300 Fluggeräte. Eine Rekordbeteiligung. Die 250.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf dem Südgelände des Flughafens Berlin-Schönefeld sind mit modernster Luft- und Raumfahrttechnik restlos ausgelastet. Zu den Giganten der Lüfte gehören zweifellos der Airbus A380, die Antonov An-124 und die Lockheed Martin C-5 Galaxy.

Highlights der Air Show sind der Eurofighter als modernstes europäisches Kampfflugzeug, die Kunstflugstaffel Patrouille Suisse mit sechs F-5 Tiger-Jets und unser mehrfacher Kunstflugweltmeister Klaus Schrodt mit einer Extra 300 S. Einen Rückblick auf die Luftfahrtgeschichte gewähren MiG-29 aus Polen (wohl eine der ehemaligen Maschinen der DDR?), Me-109, Me 262, Spitfire oder die P-51 Mustang.

Im Raumfahrtsegment findet der Besucher unter anderem ein 1:1 Modell des Columbus-Labors, welches seit Februar an der Internationalen Raumstation ISS angedockt ist. Daneben zeigen die Raumfahrtunternehmen des BDLI, die Europäische Raumfahrtagentur ESA, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam aktuelle und künftige Raumfahrtprogramme Europas.

Dienstag bis Donnerstag ist die Luft- und Raumfahrtmesse dem Fachpublikum vorbehalten. Ab Freitag bis Sonntag stehen die Tore dann dem breiten Publikum offen.Technorati-Tags:

Freitag, Mai 16, 2008

Airbus A380 Fotos: Kabinenausstattung für Qantas

Qantas hat Fotos der Kabinenausstattung ihres Airbus A380 veröffentlicht. Geschmackssache! Meiner ist es nicht. Was Stardesigner Marc Newson da abgeliefert hat, sieht in allen drei Kategorien - First Class, Business Class und Economy Class - echt langweilig aus und dann noch dieses "military economic green"... Ich vermute mal: Qantas hat für ihr A380-Interieur sehr begrenzte Mittel. Zum Vergleich SINGAPORE AIRLINES A380 CABINS.
Technorati-Tags: , , ,

Freitag, Mai 02, 2008

ESA-Video: Funktion der Galileo-Atomuhr PHM

Der am 27. April 2008 gestartete ESA-Satellit GIOVE-B (Start-Video) führt mit einem passiven Wasserstoff-Maser (PHM) die präziseste Atomuhr mit, welche je ins All geschossen wurde. Dieses ESA-Video zeigt Aufbau, Funktion und wie die geringe Abweichung von nur einer Nanosekunde pro Tag erreicht wird:


Technorati-Tags: , , , , ,